Der Vergessene

Niemand wusste mehr, ob er erwartet wurde, was ihn erwarten würde. Er wollte zurückkehren in eine Welt, in der Mann hämmerte. Doch diese Welt war verschollen. Niemand fand diese Orte an denen man Schulter an Schulter zu Werke ging und abends mit dem guten Gefühl gemeinsam gelitten zu haben Bier trank. Es gab diese Geschichten von früher, Legenden und Mythen aus einer Zeit in der noch gemeinsam angepackt worden war. Doch er fand keine solche Gemeinschaft und die Welt war für alle jene die nicht alleine sein wollten, gemeiner geworden. Er versank in dieser Allgemeinheit.

Niemand wusste mehr ob er zuerst traurig geworden war und deshalb nicht mehr schlafen konnte oder ob er nicht mehr hatte schlafen können und deshalb traurig geworden war. Die Trauer aber stand ihm ins Gesicht geschrieben. Sie war eingemeisselt in jede Falte, die seinen Mund umgab und durchzog jede Furche seiner Stirn. Er war kein alter Mann doch die Trauer machte in zu Greisen. Sein matter Blick überflog die Welt vor ihm teilnahmslos, so als wäre er der Betrachter einer Umgebung mit der er nichts zu schaffen hatte. Vielleicht lag er richtig.

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